la jalousie

Rauminstallation Sprachräume, fiktiver Ort, Düsseldorf 2012

»La Jalousie« ist ein Roman von Alain Robbe-Grillet und wird ins deutsche mit die Jalousie oder die Eifersucht übersetzt. Die zwei Bedeutungen des Titels, so wie die Wiederspiegelung in der Handlung, setzten sich in der Rauminstallation fort. Die einfache Übernahme des Gegenstandes der Jalousie hat zum einen den gestalterischen Aspekt, wie die Ästhetik des Lichtspiels der Lamellen, als auch den inhaltlichen Aspekt, das Beobachten und das beobachtet werden durch die Lamellen. Die Eifersucht findet sich in Textform auf den Lamellen wieder. Ausgewählt sind Textpassagen, welche als Gesamtheit dem Besucher das Gefühl der Eifersucht des Erzählers vermitteln. Ohne den Inhalt des Romans zu kennen, soll der Betrachter die Erkenntnis der Handlung des Romans erlangen. Die Textpassagen werden in dem Fall nicht aus dem Zusammenhang gerissen, da es keine direkte Handlung gibt und die Erzählungen nicht zwingend miteinander verknüpft sind. Die Textgröße und Anordnung soll den Besucher auffordern interaktiv zu agieren und die Blickwinkel durch die Jalousien so zu verändern, dass die gesamte Erscheinung wahrnehmbar ist.